Abenteuer auf dem Mega-SUP: Ein unvergessliches Camp auf dem Wieker Bodden
Vom 19. bis 20. August 2025 war es wieder so weit: Das Camp für Rollstuhlfahrer*innen und Menschen mit besonderen Bedürfnissen auf Rügen lockte mit einer ganz besonderen Mischung aus Action, Entspannung und vielen überraschenden Momenten. Auf dem Wieker Bodden – mit einem rollstuhltauglichen Mega-SUP, das gleich eine ganze Gruppe aufs Wasser bringen kann – erlebten die Teilnehmenden ein Camp, das sie so schnell nicht vergessen werden.
Ein Mega-SUP, Wind und eine gehörige Portion Spaß
Es war ein feuchtfröhlicher Start in den ersten Tag, als wir mit sechs Teilnehmer*innen (zwischen 12 und 45 Jahren), einigen Eltern und drei Betreuer*innen der Wassersportschule „Rügen Piraten“ in See stachen. Der Wind war stärker als erwartet, aber das hielt uns nicht ab: Ich zog die Gruppe mit einem Seil gegen den Wind und dann, als das SUP auf dem Wasser endlich in Bewegung kam, paddelten wir mit dem Wind – eine wilde Fahrt, bei der die Lachmuskeln genauso trainiert wurden wie die Arme.
Zwischendurch sorgte das Mittagessen für eine willkommene Pause: Spinat mit Kartoffelpüree und Spiegeleiern – frisch zubereitet in unserer riesigen Pfanne von freiwilligen Vereinsmitgliedern. Es gab mehr als genug für alle, und die guten Gespräche beim Mittagessen hatten genauso viel Charme wie das Essen selbst.
Doch das war noch nicht alles! Ein echtes Highlight folgte am Nachmittag: Eine Rundfahrt mit dem Motorboot! Die Gruppe wurde zweigeteilt: Eine Hälfte chillte am Strand mit Snacks und Getränken, während die andere mit dem Mega-SUP zum Boot gebracht wurde. Trotz der welligen Bedingungen und ein paar Spritzern Wasser war es ein tolles Erlebnis – und der Austausch zwischen den beiden Gruppen machte das Ganze noch lustiger.
Stürmisches Wetter, kreative T-Shirts und ein überraschendes SUP-Abenteuer
Am zweiten Tag brachte das Wetter uns etwas durcheinander. Der Regen und der stürmische Wind machten das geplante SUP-Abenteuer am Vormittag zunichte. Aber keine Panik! Das Camp-Team war schnell zur Stelle: Statt SUP zu fahren und später T-Shirts zu batiken, drehten wir einfach das Programm um. Die frisch gewaschenen T-Shirts, die eigentlich am Vormittag hätten trocknen sollen, hingen wir kurzerhand in Wind und Sonne zum Antrocknen auf. Nachdem wir die Farben angemischt und den kreativen Prozess erklärt hatten, tobten sich die Teilnehmer*innen voll aus und zauberten die farbenprächtigsten Designs.
Natürlich durfte das Mittagessen nicht fehlen – und pünktlich zu den hungrigen Mägen gab es dann die heiß ersehnten Hot Dogs.
Am Nachmittag stürzten wir uns ein weiteres Mal auf das Wasser – diesmal bei deutlich entspannteren Bedingungen. Und wieder war es der Wind, der uns half: Mit meinem Seil zog ich die Gruppe erneut gegen die Strömung, um danach mit dem Wind zurück zu paddeln. Es war ein tolles Gefühl, wie die Gespräche zwischen den Teilnehmer*innen auf dem SUP immer mehr ins Fließen kamen. Die perfekte Mischung aus Aktivität und Entspannung.
Hippotherapie und fröhliche Gesichter
Ein weiteres besonderes Highlight war die Teilnahme von Synke Winter, einer ansässigen Hippotherapeutin, die einige der Teilnehmer*innen bereits kennt. Ihre Anwesenheit brachte eine zusätzliche Portion Harmonie und Expertise in die Gruppe, was besonders bei den SUP-Touren für viele sehr wohltuend war.
Danke für die großartige Unterstützung!
Besonderer Dank geht an die Familie Herenz, die mit ihrer großzügigen Spende dieses Camp erst möglich gemacht hat. Ohne diese Unterstützung wäre das alles nicht in dieser Form realisierbar gewesen. Ein herzliches Dankeschön auch an die Rügen Piraten, die uns mit ihren erfahrenen Betreuern, hier sei besonders das Team der Segler genannt, und ihrem Equipment den Wassersport möglich gemacht haben, und an den tow Wind- und Wassersport e.V., der dieses fantastische Event organisiert hat. Euer unermüdlicher Einsatz für Inklusion und die Möglichkeit, dass alle Menschen – unabhängig von ihren besonderen Bedürfnissen – gemeinsam auf dem Wasser sein können, ist eine Inspiration für uns alle.
Inklusion – Gemeinsam das Unmögliche möglich machen
Was dieses Camp besonders macht, ist nicht nur die sportliche Herausforderung oder das Abenteuer auf dem Wasser. Es ist die gelebte Inklusion, die wir hier erfahren haben. Jede*r Teilnehmer*in, ob im Rollstuhl oder mit anderen besonderen Bedürfnissen, konnte in die Gruppe integriert werden und mit uns allen die Freude am Wassersport erleben. Die Erfahrung, dass alle zusammen ein Ziel verfolgen – ohne Barrieren und mit gegenseitiger Unterstützung – ist das wahre Highlight dieses Camps. Wir sehen das als einen Schritt hin zu einer Welt, in der Inklusion keine Ausnahme, sondern die Norm ist.
Fazit: Eine Aktion voller Lachen, Wasser und Teamgeist
Das Camp auf dem Wieker Bodden war ein voller Erfolg – und das trotz (oder vielleicht gerade wegen) des wechselhaften Wetters. Es war ein Projekt, das zeigte, wie wichtig es ist, gemeinsam zu lachen, zu paddeln und die kleinen (und großen) Herausforderungen mit einem Lächeln zu meistern. Am Ende des zweiten Tages waren sich alle einig: Es war ein unvergessliches Erlebnis, das alle mit einer Menge positiver Energie und bunten T-Shirts nach Hause gehen ließ.









